Top 100 Songs der 2000er: Die besten Hits des Jahrzehnts
Die 100 besten 2000er Hits aller Zeiten – von Hey Ya bis Seven Nation Army. Entdecke den ultimativen Countdown!
Die 2000er waren das Jahrzehnt, in dem alles gleichzeitig passierte. HipHop wurde endgültig zur dominierenden Kraft in der Popmusik. Rock spaltete sich in Nu Metal, Indie und Post-Punk-Revival. R&B erreichte neue kreative Höhen. Und Pop? Pop wurde erwachsen – persönlicher, mutiger, vielfältiger. Dazwischen: der Aufstieg von iTunes, der Untergang der CD, MySpace als Sprungbrett für Bands und die ersten YouTube-Sensationen.
Wir haben 100 Songs ausgewählt, die dieses wilde Jahrzehnt definiert haben. Von Platz 100 bis Platz 1, als Countdown. Manche werden dich sofort zurück in dein altes Kinderzimmer beamen. Andere wirst du vielleicht neu entdecken. Und über die Reihenfolge lässt sich – wie immer – wunderbar streiten.
Alle 100 Songs hörst du bei NEUNZIG NULL NULL – deinem Webradio für die beste Musik der 90er und 2000er.
Platz 100–81: Der Countdown beginnt
100. Sean Paul – „Get Busy“ (2003) Dancehall im Mainstream. Sean Pauls Rhythmus war so ansteckend, dass selbst Leute ohne jedes Taktgefühl mittanzten.
99. Kelis – „Milkshake“ (2003) Neptunes-Produktion, ein absurder Text und ein Beat, der sofort im Kopf bleibt. „My milkshake brings all the boys to the yard“ – Popkultur-Moment.
98. Nickelback – „How You Remind Me“ (2001) Der meistgespielte Song im US-Radio des Jahrzehnts. Man darf Nickelback nicht mögen – aber diesen Song mitsingen kann jeder.
97. Wir sind Helden – „Nur ein Wort“ (2003) Judith Holofernes und die perfekte deutschsprachige Indie-Pop-Single. Klug, catchy und absolut unwiderstehlich.
96. The Black Eyed Peas – „Where Is the Love?“ (2003) HipHop mit Botschaft und Justin Timberlake am Refrain. Der Song, der nach dem 11. September die richtigen Fragen stellte.
95. Basement Jaxx – „Where’s Your Head At“ (2001) Big Beat trifft House trifft Wahnsinn. Das Affen-Video vergisst man nie wieder.
94. Gorillaz – „Feel Good Inc.“ (2005) Damon Albarn erschafft mit einer virtuellen Band einen der innovativsten Tracks des Jahrzehnts. Der Bassriff ist pures Gift – einmal gehört, nie mehr los.
93. Missy Elliott – „Work It“ (2002) Rückwärts abgespielte Vocals, Timbalands irrster Beat und Missy in Höchstform. HipHop-Avantgarde, die trotzdem Nummer 1 wurde.
92. Silbermond – „Symphonie“ (2004) Stefanie Kloß singt sich in die Herzen Deutschlands. Deutschpop, der auch zehn Jahre später noch berührt.
91. Good Charlotte – „Lifestyles of the Rich & Famous“ (2002) Pop-Punk mit Gesellschaftskritik light. Der Soundtrack zu jeder MTV-Sendung des Jahres 2002.
90. Shakira – „Whenever, Wherever“ (2001) Shakiras internationaler Durchbruch. Lateinamerikanische Rhythmen, ein unverwechselbarer Hüftschwung und eine Melodie, die den Globus eroberte.
89. Pharrell Williams feat. Jay-Z – „Frontin’“ (2003) Smooth, cool, lässig. Pharrell beweist, dass er mehr kann als produzieren – nämlich selbst den coolsten Song des Sommers singen.
88. Evanescence – „Bring Me to Life“ (2003) Gothic-Rock trifft Mainstream. Amy Lees Stimme ist ein Naturereignis – und der Song wurde zur Hymne für eine ganze Emo-Generation.
87. Sportfreunde Stiller – „’54, ’74, ’90, 2006″ (2006) Die inoffizielle WM-Hymne. Deutschland wurde zwar nicht Weltmeister, aber dieser Song gewann trotzdem alles.
86. Nelly feat. Kelly Rowland – „Dilemma“ (2002) R&B-Duett-Perfektion. Nellys Flow und Kelly Rowlands Stimme über einem simplen, unwiderstehlichen Beat.
85. Interpol – „Obstacle 1″ (2002) Post-Punk-Revival aus New York. Düster, drängend und mit einer Basslinie, die Joy Division stolz gemacht hätte.
84. T.I. – „Whatever You Like“ (2008) Southern HipHop trifft Pop-Hook. T.I. am kommerziellen Höhepunkt, ein Song wie aus Zuckerwatte und Bass.
83. Sugababes – „Push the Button“ (2005) Britischer Pop in Bestform. Drei Stimmen, ein irrer Beat und ein Refrain, der sich nach einmal Hören festbrennt.
82. Die Ärzte – „Junge“ (2007) Farin Urlaub singt den Brief, den alle Eltern ihren Kindern schreiben wollten. Punk-Rock-Humor trifft Generationenkonflikt.
81. Destiny’s Child – „Jumpin‘ Jumpin’“ (2000) Der letzte große Hit der Drei vor Beyoncés Solo-Start. R&B-Energy für den Club.
Platz 80–61: Die Intensität steigt
80. Coldplay – „The Scientist“ (2002) Chris Martin am Klavier, ein Rückwärts-Video und einer der emotionalsten Refrains der 2000er. Coldplay, bevor sie Stadion-Pop machten.
79. Usher – „U Remind Me“ (2001) Ushers erster Nummer-1-Hit der 2000er. Smarter R&B mit einer Produktion, die gleichzeitig warm und modern klingt.
78. Blink-182 – „All the Small Things“ (1999) Technisch noch 90er, aber der Impact war 2000er pur. Pop-Punk-Perfektion: 2 Minuten 48, kein Ton zu viel.
77. Nelly – „Hot in Herre“ (2002) Die Sommeranthem der 2000er. Nelly, die Neptunes und ein Beat, der jede Klimaanlage überflüssig macht.
76. Alicia Keys – „Fallin’“ (2001) Klavier, Stimme, fertig. Alicia Keys‘ Debütsingle war ein Statement: R&B braucht keine Gimmicks, wenn das Talent so überwältigend ist.
75. 50 Cent – „21 Questions“ (2003) Die sanfte Seite von Fifty. Über einem Nate-Dogg-Refrain stellt Curtis Jackson die Fragen, die jeder Verliebte kennt.
74. Seeed – „Dickes B“ (2001) Berlin-Hymne in Dancehall. Peter Fox und Crew erfanden den Sound der Hauptstadt, bevor „Stadtaffe“ alles sprengte.
73. System of a Down – „Toxicity“ (2001) Metal trifft armenische Melodien trifft politischer Wahnsinn. Serj Tankian zwischen Schreien und Singen – diese Band klang wie keine andere.
72. Kanye West – „Gold Digger“ (feat. Jamie Foxx) (2005) Ray-Charles-Sample, Jamie Foxx‘ Hook und Kanyes cleverster Text. Der Song, der beweist, dass Mainstream-Rap intelligent sein kann.
71. Nelly Furtado – „I’m Like a Bird“ (2000) Folkig, verspielt und mit einer Leichtigkeit, die unwiderstehlich ist. Nelly Furtados Debüt, bevor Timbaland alles änderte.
70. Arctic Monkeys – „I Bet You Look Good on the Dancefloor“ (2005) Alex Turner mit 19 Jahren, der die britische Musikszene im Alleingang aufmischt. Indie-Rock mit Punk-Tempo und Sheffield-Akzent.
69. Fall Out Boy – „Sugar, We’re Goin Down“ (2005) Emo-Pop für die Massen. Patrick Stumps Stimme über Pete Wentz‘ Basslinien – der Sound von 2005.
68. Dido – „Thank You“ (2000) Sanft, melancholisch, wunderschön. Dido schrieb den Song vor Eminems „Stan“-Sample – und beide Versionen wurden zu Klassikern.
67. Christina Aguilera – „Fighter“ (2002) Xtina lässt die Teenie-Pop-Phase hinter sich. „Fighter“ ist aggressiv, selbstbewusst und eine der besten Pop-Rock-Produktionen des Jahrzehnts.
66. Sean Kingston – „Beautiful Girls“ (2007) Ben E. Kings „Stand by Me“ als Reggaeton-Pop-Hit. Sommergefühl in drei Minuten.
65. Avril Lavigne – „Complicated“ (2002) Skater-Girl trifft Pop-Punk. Avril machte komplizierte Teenager-Gefühle zum globalen Hit und wurde über Nacht zum Anti-Britney-Idol.
64. Peter Fox – „Alles Neu“ (2008) Das Debüt-Soloalbum von Seeed-Frontmann Peter Fox veränderte Deutschpop. „Alles Neu“ war der Startschuss – Berliner Beats treffen auf Weltmusik und pure Lebensfreude.
63. Timbaland feat. OneRepublic – „Apologize“ (2007) Ryan Tedders Herzschmerz-Ballade, veredelt durch Timbalands Produktion. Der Song, der OneRepublic auf die Landkarte setzte. „It’s too late to apologize“ – emotionaler geht es kaum.
62. Papa Roach – „Last Resort“ (2000) Nu Metal am emotionalen Anschlag. „Cut my life into pieces“ – jeder kannte diese Zeile, ob man wollte oder nicht.
61. The Killers – „Somebody Told Me“ (2004) Synthie-Rock aus Las Vegas. Brandon Flowers mit Eyeliner und einem Riff, das New Wave und Indie verschmelzen ließ.
Platz 60–41: Klassiker-Territorium
60. Lil Wayne – „Lollipop“ (2008) Waynes größter kommerzieller Hit. Auto-Tune trifft Southern Rap, und die 2000er haben ihren Club-Banger.
59. My Chemical Romance – „Welcome to the Black Parade“ (2006) Das „Bohemian Rhapsody“ der Emo-Generation. Rock-Oper in fünf Minuten, theatralisch, emotional und absurd ambitioniert.
58. James Blunt – „You’re Beautiful“ (2005) Drei Akkorde, eine Falsettstimme und der Ohrwurm, den man am meisten hasste – und trotzdem mitsang. Der unwahrscheinlichste Mega-Hit der 2000er.
57. Rihanna – „Umbrella“ (feat. Jay-Z) (2007) „Ella, ella, ella.“ Rihannas Durchbruch zum Superstar. Jay-Zs Intro, der minimalistische Beat und ein Refrain, der wochenlang im Kopf blieb. Der Song, ab dem es kein Zurück mehr gab.
56. Gnarls Barkley – „Crazy“ (2006) Cee Lo Green und Danger Mouse erschufen einen Song, der in keine Schublade passt – Soul, Psychedelia, Pop und HipHop gleichzeitig. Erster Song, der allein durch Downloads Platz 1 in UK erreichte.
55. Britney Spears – „Toxic“ (2004) Bollywood-Streicher, Surf-Gitarre und Britneys verführerischster Vocal – „Toxic“ war der Beweis, dass Britney post-Breakdown noch relevanter war als vorher. Pop-Produktion auf Höchstniveau.
54. Wir sind Helden – „Denkmal“ (2003) „Wer nicht fragt, bleibt dumm.“ Judith Holofernes‘ Manifest gegen Konsum und Oberflächlichkeit. Deutschpop, der Haltung zeigt, ohne zu predigen.
53. Beyoncé – „Crazy in Love“ (feat. Jay-Z) (2003) Die Geburtsstunde von Beyoncé als Solokünstlerin. Die Bläser, der Beat, das „Uh oh, uh oh“ – „Crazy in Love“ war ein Urknall, nach dem nichts mehr so war wie vorher.
52. Linkin Park – „Numb“ (2003) Chester Benningtons verletzlichster Moment. Weniger Rap, weniger Aggression als auf „Hybrid Theory“, dafür eine emotionale Tiefe, die Millionen berührte. Der Song über den Druck, den Erwartungen anderer gerecht zu werden.
51. Green Day – „Boulevard of Broken Dreams“ (2004) „I walk a lonely road“ – Green Day werden erwachsen. Das „American Idiot“-Album war ein politisches Statement, und „Boulevard of Broken Dreams“ war sein emotionales Zentrum.
50. Kanye West – „Stronger“ (2007) Daft Punks „Harder, Better, Faster, Stronger“ als HipHop-Anthem. Kanye macht elektronische Musik im Rap salonfähig – vier Jahre vor EDM.
49. Justin Timberlake – „Rock Your Body“ (2003) The Neptunes produzieren, Justin tanzt und singt, und die Welt begreift: Dieser Mann ist kein Boyband-Überbleibsel, sondern ein Superstar.
48. Juli – „Perfekte Welle“ (2004) Deutschpop-Hymne mit tragischem Timing – der Song wurde wegen des Tsunamis kurzzeitig aus dem Radio genommen. Die Melodie blieb trotzdem unsterblich.
47. Amy Winehouse – „Rehab“ (2006) Drei Akkorde, ein Retro-Soul-Beat und der trotzigste Refrain des Jahrzehnts. Amy Winehouse machte aus persönlicher Tragödie Kunstgeschichte.
46. Lupe Fiasco – „Kick, Push“ (2006) Skateboarden als HipHop-Metapher. Lupe erzählt eine Geschichte so bildlich, dass du das Rollen der Rollen auf dem Asphalt hörst. Conscious Rap in Bestform.
45. Missy Elliott – „Lose Control“ (feat. Ciara & Fat Man Scoop) (2005) Die Tanzfläche als Kriegsgebiet – und Missy gewinnt. Fat Man Scoops Geschrei, Ciaras Hook und ein Beat, der physisch unmöglich stillzustehen macht.
44. Mando Diao – „Dance with Somebody“ (2009) Schwedischer Indie-Rock mit einem Refrain, der Stadien füllt. „Dance with Somebody“ wurde zum Festival-Standard der späten 2000er.
43. Nelly Furtado feat. Timbaland – „Promiscuous“ (2006) Das unwahrscheinliche Dream-Team. Nellys Folk-Pop-Image trifft Timbalands Future-R&B – und das Ergebnis ist einer der smartesten Flirt-Songs des Jahrzehnts.
42. The Strokes – „Last Nite“ (2001) Zwei Minuten Garage-Rock-Perfektion. Julian Casablancas klingt, als hätte er die Aufnahme zwischen zwei Zigaretten eingesungen – und genau das macht den Charme aus.
41. Alicia Keys – „No One“ (2007) Klavier-Pop-R&B in seiner reinsten Form. Alicias Stimme, eine simple Akkordfolge und ein Refrain, der tröstet wie eine Umarmung. Grammy für den Song des Jahres – verdient.
Platz 40–21: Die Schwergewichte
40. Samy Deluxe – „Weck mich auf“ (2001) Deutschrap wird poetisch. Samy Deluxe liefert über einem melancholischen Beat einen der ehrlichsten deutschen Rap-Songs aller Zeiten.
39. Foo Fighters – „Everlong“ (2000) Dave Grohl nach Nirvana, und was für ein Comeback. „Everlong“ ist der Liebesbrief an die Musik selbst – laut, zärtlich und mit einem der besten Gitarrenriffs der 2000er.
38. Daft Punk – „One More Time“ (2000) French House, Auto-Tune-Vocals und pure Euphorie. „One More Time“ war der erste große Hit des neuen Jahrtausends und klang so, als hätte jemand Freude in einen Song destilliert.
37. Snow Patrol – „Chasing Cars“ (2006) „If I lay here, if I just lay here“ – Emotionalität, die an der Grenze zum Kitsch balanciert und trotzdem nie drüberfällt. Der meistgespielte Song in der Geschichte von BBC Radio.
36. Die Toten Hosen – „Tage wie diese“ (2012) Moment – 2012? Knapp daneben. Aber „Hier kommt Alex“ (Neuauflage 2000) und „Bayern“ laufen natürlich bei uns. Die Hosen kommen noch zu ihrem Recht, versprochen.
35. M.I.A. – „Paper Planes“ (2007) Schüsse, Kassengeräusche und ein Sample von The Clash. M.I.A. schuf den politischsten Party-Song des Jahrzehnts – Globalisierungskritik als Ohrwurm.
34. Robbie Williams – „Feel“ (2002) Robbies persönlichster Song. Hinter dem Entertainer steckt ein Mann, der sich nach echtem Gefühl sehnt. „I just wanna feel real love“ – ehrlicher wurde britischer Pop nie.
33. Eminem – „Without Me“ (2002) Slim Shady ist zurück, und er hat den lustigsten Song des Jahres mitgebracht. Pop-Kultur-Referenzen im Maschinengewehr-Tempo, Selbstironie und ein Beat, der zum Mitsprechen zwingt.
32. Kings of Leon – „Sex on Fire“ (2008) Southern Rock trifft Arena-Hymne. Caleb Followills heisere Stimme, ein simples Riff und ein Refrain, den jedes Festival der Welt kennt.
31. OutKast – „Roses“ (2003) „I know you’d like to think your shit don’t stink“ – André 3000 und Big Boi liefern den witzigsten und gleichzeitig musikalisch anspruchsvollsten HipHop-Track des Albums.
30. LCD Soundsystem – „All My Friends“ (2007) Sieben Minuten. Ein Klavier-Loop. Und das Gefühl, älter zu werden, verpackt in den besten Dance-Punk-Song aller Zeiten. „All My Friends“ wächst mit jedem Hören.
29. Eminem – „Lose Yourself“ (2002) Der „8 Mile“-Soundtrack, der einen Oscar gewann. Eminems intensivster Track – jede Zeile klingt, als hinge sein Leben davon ab. Weil es das in dem Moment auch tat.
28. Clueso – „Keinen Zentimeter“ (2008) Erfurter Singer-Songwriter trifft HipHop-Produktion. Clueso fand mit diesem Song seine Stimme – und ganz Deutschland hörte zu.
27. Pink – „So What“ (2008) Punk-Pop-Hymne für alle, die gerade alles hingeschmissen haben. Pink nach der Trennung, trotzig, laut und unverwüstlich.
26. Muse – „Hysteria“ (2003) Die heftigste Basslinie der 2000er, Matt Bellamys Falsett und ein Song, der klingt, als würde das Universum implodieren. Muse auf dem Höhepunkt.
25. Ja Rule feat. Ashanti – „Always on Time“ (2001) R&B-Rap-Fusion in Perfektion. Ashantis samtige Stimme und Ja Rules rauer Rap ergänzen sich, als wären sie füreinander gemacht.
24. Jay-Z – „99 Problems“ (2004) Rick Rubin produziert, Jay-Z rappt sein Manifest. Rock-Gitarren im HipHop, Polizeikontrolle als Storytelling-Meisterwerk und einer der härtesten Beats, die je ein Rap-Song hatte.
23. Tote Hosen – „Hier kommt Alex“ (Neuaufnahme 2000) Punk-Rock-Hymne nach Burgess‘ „Clockwork Orange“. Campino brüllt, die Gitarren rasen und der Song beweist, dass deutschsprachiger Punk zeitlos ist.
22. Franz Ferdinand – „Take Me Out“ (2004) Der Moment, in dem das Tempo wechselt, ist einer der besten Augenblicke der 2000er-Rockmusik. Schottischer Indie mit Tanzflächen-DNA.
21. Timbaland feat. Nelly Furtado & Justin Timberlake – „Give It to Me“ (2007) Drei Superstars, ein Beat und jede Menge Ego. Timbalands fetteste Produktion, Nellys Arroganz und Justins Swagger – der ultimative Flex-Song.
Platz 20–1: Die Unsterblichen
20. Coldplay – „Clocks“ (2002)
Das Klavier-Riff, das ein ganzes Jahrzehnt definierte. „Clocks“ beginnt mit diesen drängenden, sich wiederholenden Akkorden und ab diesem Moment lässt der Song nicht mehr los. Chris Martin singt über verpasste Chancen und die Vergänglichkeit der Zeit, aber das ist fast nebensächlich – denn die eigentliche Botschaft steckt in der Musik selbst. „Clocks“ klingt gleichzeitig dringend und tröstlich, panisch und friedlich. Es ist der Song, der Coldplay von einer guten Band zu einer der größten der Welt machte. Grammy für die Aufnahme des Jahres 2004, und verdammt nochmal: verdient. Wenn die ersten Klaviertöne erklingen, weiß jeder Mensch auf diesem Planeten, welcher Song kommt.
19. The White Stripes – „Seven Nation Army“ (2003)
Technisch gesehen ist es kein Bass-Riff – Jack White spielt es auf einer Gitarre mit Oktav-Pedal. Aber das ist egal. Denn dieses Riff ist das berühmteste der 2000er, vielleicht das berühmteste seit „Smoke on the Water“. Fußball-Stadien auf der ganzen Welt singen es. Es wurde zur inoffiziellen Hymne der Fußball-WM 2006 in Deutschland, der EM 2008, und praktisch jedes Turniers seitdem. Dabei ist der Song selbst viel mehr als ein Stadion-Chant: Jack und Meg White, nur Gitarre und Drums, erzeugen einen Sound, der größer klingt als jede Fünf-Mann-Band. „Seven Nation Army“ ist der Beweis, dass man keine Armee braucht – zwei Leute und ein Riff reichen.
18. Nelly – „Ride wit Me“ (feat. City Spud) (2000)
St. Louis am Anfang des neuen Jahrtausends: Nelly bringt Midwest-HipHop in den Mainstream, und „Ride wit Me“ ist sein Eintrittsbillet. City Spuds Refrain ist so relaxed und einladend, dass man sofort einsteigen will – egal wohin die Fahrt geht. Der Beat groovt laid-back vor sich hin, Nellys Flow ist mühelos, und die ganze Atmosphäre schreit Sommer, offene Fenster und Roadtrip. „Ride wit Me“ definierte den Sound des Jahres 2000: optimistisch, lässig, ohne Sorgen. Ein Vibe, den man nicht produzieren kann – er passiert einfach.
17. Rihanna – „Don’t Stop the Music“ (2007)
„Please don’t stop the music“ – mit diesem Song wurde Rihanna endgültig zur Queen der Tanzfläche. Über einem Sample von Michael Jacksons „Wanna Be Startin‘ Somethin’“ baut der Track einen unwiderstehlichen Dance-Pop-Beat auf, der jede Diskothek des Planeten eroberte. Was „Don’t Stop the Music“ besonders macht: Er verschmilzt MJs 80er-Erbe mit moderner Produktion zu etwas, das weder retro noch futuristisch klingt, sondern einfach zeitlos. Rihanna singt nicht mit Nachdruck oder Akrobatik – sie groovt, und genau das reicht. Einer dieser Songs, die beweisen, dass die beste Tanzmusik keine Anstrengung zeigt.
16. Kanye West – „Jesus Walks“ (2004)
Ein Rap-Song über Glauben und Gott, der trotzdem im Club funktioniert? Kanye West hat es geschafft. „Jesus Walks“ war ein Wagnis – religiöse Themen galten im HipHop als Karrierekiller. Aber Kanye verpackte seinen Glauben in einen marschierenden Beat, Gospel-Chöre und einen so leidenschaftlichen Vortrag, dass selbst Atheisten mitnicken mussten. Der Song gewann den Grammy für den besten Rap-Song und bewies, dass HipHop keine thematischen Grenzen hat. „Jesus Walks“ ist nicht nur ein großartiger Song – er ist ein Manifest dafür, dass Kunst mutig sein muss, um relevant zu sein.
15. Justin Timberlake – „Cry Me a River“ (2002)
Die Trennung von Britney Spears, verarbeitet als eiskalte R&B-Rache-Ballade. Timbalands Produktion ist frostig und minimal – Beats wie Eiskristalle, dazu Justins falsettierter Schmerz. „Cry Me a River“ war der Moment, in dem aus dem *NSYNC-Mitglied ein ernstzunehmender Solo-Künstler wurde. Der Song klingt, als würde jemand mit zusammengebissenen Zähnen weinen – kontrolliert an der Oberfläche, vulkanisch darunter. Und das Musikvideo, mit einer Britney-Doppelgängerin, war die pettigste Aktion der 2000er. Brillant.
14. Linkin Park – „In the End“ (2000)
Mike Shinodas Klavier-Intro. Chester Benningtons Schrei. Und dazwischen der frustrierendste, kathartischste Refrain der 2000er: „I tried so hard and got so far, but in the end, it doesn’t even matter.“ „In the End“ wurde zum Manifest einer Generation, die sich zwischen Nu Metal und Emo, zwischen Wut und Verletzlichkeit bewegte. Linkin Park verschmolzen Rap und Rock so nahtlos, wie es vor ihnen niemand geschafft hatte. „Hybrid Theory“ verkaufte über 30 Millionen Exemplare, und „In the End“ war der Grund. Der Song, den man schreit, wenn die Welt nicht so funktioniert, wie sie sollte.
13. Eminem – „Stan“ (2000)
Storytelling in Perfektion. Eminem erzählt die Geschichte eines besessenen Fans in drei Briefen und einer Antwort – und erschafft dabei einen der verstörendsten, emotional komplexesten Songs der Rap-Geschichte. Didos „Thank You“ als Sample gibt dem Track eine melancholische Schwere, die sich mit jeder Strophe verdichtet. Der Regen, das Tonband, der Kofferraum – „Stan“ ist ein Kurzfilm in Songform. Das Wort „Stan“ wurde zum Alltagsbegriff für obsessive Fans – wenige Songs können von sich behaupten, die Sprache selbst verändert zu haben. Ein Meisterwerk, das mit jedem Hören neue Schichten offenbart.
12. Usher – „Yeah!“ (feat. Lil Jon & Ludacris) (2004)
Lil Jons „YEAH!“ und Crunk-Beat treffen auf Ushers R&B-Smoothness – und das Ergebnis ist der unbestrittene Party-Song der 2000er. „Yeah!“ stand zwölf Wochen auf Platz 1 der US-Charts und wurde zum meistverkauften Song des Jahres 2004. Was den Track so perfekt macht: Er vereint drei komplett verschiedene Welten – Ushers Sexappeal, Ludacris‘ Punchlines und Lil Jons Wahnsinn – in einem Song, der vom ersten Beat an funktioniert. Kein DJ kam 2004 an diesem Track vorbei. Kein DJ kommt 2026 an diesem Track vorbei. Manche Songs werden nicht alt. Sie werden Klassiker.
11. Amy Winehouse – „Back to Black“ (2006)
Der Titelsong ihres zweiten Albums ist Amy Winehouse in ihrer reinsten, schmerzhaftesten Form. Über einem von Mark Ronson produzierten Retro-Soul-Beat singt Amy über das Ende einer Beziehung mit einer Stimme, die klingt, als würde sie gleichzeitig trotzig lachen und innerlich zerbrechen. „Back to Black“ ist kein Song über Herzschmerz – es ist Herzschmerz, in Klang verwandelt. Die Ronettes-Referenzen, die Doo-Wop-Chöre, Amys raue Phrasierung: Alles daran klingt, als käme es aus einer anderen Zeit, und ist doch schmerzhaft gegenwärtig. Amy Winehouse hat nur zwei Alben hinterlassen. „Back to Black“ allein hätte gereicht, um unsterblich zu werden.
10. 50 Cent – „In Da Club“ (2003)
„Go, go, go, go, go, go, go shawty, it’s your birthday.“ Die ersten Sekunden von „In Da Club“ gehören zu den berühmtesten Intros der Musikgeschichte. Dr. Dres Produktion ist gleichzeitig minimalistisch und massiv – ein treibender Beat, ein ikonischer Synthie-Riff und 50 Cents selbstbewusster, mühelos cooler Flow. Der Song machte Curtis Jackson über Nacht zum Superstar und „Get Rich or Die Tryin’“ zum meistverkauften Album des Jahres 2003. „In Da Club“ ist der Song, der auf Geburtstagen läuft, auf Silvesterpartys, bei Hochzeiten, in Clubs um 2 Uhr nachts. Er ist zeitlos, weil er genau eine Sache perfekt macht: dich feiern lassen.
9. Foo Fighters – „Best of You“ (2005)
Dave Grohl schreit „Is someone getting the best of you?“ mit einer Intensität, die physisch spürbar ist. „Best of You“ ist der emotionalste Song der Foo Fighters – ein Stück, das leise beginnt, sich aufbaut und in einem der kathartischsten Refrains der 2000er explodiert. Grohl schrieb den Text nach einem Treffen mit Kriegsveteranen, und diese Ernsthaftigkeit durchdringt jede Note. Der Song funktioniert im Stadium genauso wie allein mit Kopfhörern – er ist universell, weil jeder Mensch den Moment kennt, in dem man sich fragt, ob man zu viel von sich gibt. Rock mit Herz und ohne Kompromisse.
8. Beyoncé – „Single Ladies (Put a Ring on It)“ (2008)
Drei Frauen, ein Scheinwerfer, eine Choreografie, die die Welt kopierte. „Single Ladies“ reduzierte Pop auf sein Wesentum: Beat, Stimme, Bewegung. Der Song ist so minimalistisch wie perfekt – die Kick-Drum hämmert, Beyoncé singt und der Rest ist Legende. Das Musikvideo, inspiriert von Bob Fosse, wurde zum meistimitierten Clip des Jahrzehnts. Und der Song selbst? Er wurde zur Hymne für Unabhängigkeit, Selbstbewusstsein und die schlichte Botschaft: Wenn du mich willst, dann zeig es. Pop, reduziert auf seinen Kern und dadurch größer als alles andere.
7. Outkast – „Hey Ya!“ (2003)
André 3000 allein auf der Bühne, eine Akustikgitarre, ein Beat, der wie nichts klingt, was es vorher gab, und der Refrain „Shake it like a Polaroid picture“. „Hey Ya!“ sprengte 2003 jede Genregrenze: Ist es HipHop? Pop? Funk? New Wave? Alles davon und nichts. André 3000 schrieb einen Song über das Scheitern von Beziehungen und verpackte ihn in die euphorischste Melodie des Jahrzehnts. Das Geniale: Millionen tanzten zu einem Song über Traurigkeit, ohne es zu merken. „Hey Ya!“ ist der seltene Moment, in dem ein Künstler etwas völlig Neues erschafft – und die ganze Welt sofort versteht.
6. Arcade Fire – „Wake Up“ (2004)
Das Intro baut sich auf wie eine heranrollende Welle. Dann setzt der Chor ein – nicht drei oder vier Stimmen, sondern gefühlt dreißig – und „Wake Up“ wird zur Hymne einer Indie-Generation, die nach etwas Echtem suchte. Arcade Fire aus Montreal schufen einen Song, der zu groß für Clubs war und deshalb in Kathedralen und auf Festivalwiesen landete. „Wake Up“ handelt vom Verlust der Kindheit, von der Angst vor dem Erwachsenwerden, und klingt dabei paradoxerweise wie pure Lebensfreude. Wenn tausend Menschen diesen Refrain mitsingen, passiert etwas, das man nicht erklären kann. Man muss es fühlen.
5. Killers – „Mr. Brightside“ (2003)
Der Song, der nie aus den Charts verschwand. Im Ernst: „Mr. Brightside“ ist seit seiner Veröffentlichung fast durchgehend in den britischen Top 100 – ein Rekord, den kein anderer Song hält. Brandon Flowers singt über Eifersucht mit einer Dringlichkeit, als würde sein Leben davon abhängen. Das Riff ist simpel, der Beat treibt und der Text erzählt in zwei Strophen eine komplette Beziehungstragödie, ohne je einen Refrain zu brauchen, der sich textlich vom Rest unterscheidet. „Mr. Brightside“ ist das „Wonderwall“ der 2000er – der Song, den jeder kennt, den jeder mitsingt und der auf jeder Party funktioniert. Zwanzig Jahre alt und kein Stück müde.
4. Gorillaz – „Clint Eastwood“ (2001)
Damon Albarn – ja, der von Blur – erfindet eine virtuelle Band mit Comic-Figuren und nimmt mit Del the Funky Homosapien einen Track auf, der HipHop, Dub, Alternative und Filmmusik in einen Topf wirft. Das Ergebnis klingt, als hätte es schon immer existiert und wäre trotzdem aus der Zukunft. „Clint Eastwood“ ist düster, verspielt und unendlich cool. Das Melodica-Riff ist sofort wiedererkennbar, Dels Rap-Strophe gehört zum Besten, was die 2000er an Feature-Verses hervorgebracht haben, und das Musikvideo mit den animierten Bandmitgliedern 2D, Murdoc, Noodle und Russel erfand Musikmarketing neu. Ein Song, der Regeln bricht und dabei Klassiker wird.
3. Eminem – „Lose Yourself“ (2002)
„His palms are sweaty, knees weak, arms are heavy.“ Der Eröffnungsvers von „Lose Yourself“ ist so ikonisch, dass jeder Mensch unter fünfzig ihn aufsagen kann. Eminems Beitrag zum „8 Mile“-Soundtrack ist mehr als ein Rap-Song – es ist ein Motivationsmanifest, eine Kampfansage an jeden, der je eine Chance hatte und Angst hatte, sie zu ergreifen. Die akustische Gitarre, die sich aufbauenden Streicher, Ems atemloses Stakkato: Alles steht unter Spannung, als wäre jede Silbe die letzte. Der Song gewann den Oscar für den besten Filmsong – den ersten für einen Rap-Track überhaupt. „Lose Yourself“ ist der Beweis, dass HipHop die kraftvollste Erzählform der Popmusik ist.
2. Linkin Park – „Crawling“ (2000)
Chester Bennington singt: „Crawling in my skin, these wounds they will not heal.“ Und in diesem Moment fasst ein Song das Lebensgefühl von Millionen Jugendlichen in einen Satz. „Crawling“ ist roh, schmerzhaft und kompromisslos ehrlich – ein Song über innere Kämpfe, der keine Metaphern braucht, weil die Wahrheit direkt genug ist. Mike Shinodas Produktion verschmilzt leise Elektronik-Passagen mit brutalen Gitarren-Ausbrüchen, und Chesters Wechsel zwischen Gesang und Schrei spiegelt genau den inneren Konflikt wider, den der Text beschreibt. „Crawling“ gewann den Grammy für die beste Hard-Rock-Performance und wurde zum emotionalen Herzstück einer Generation, die ihre Gefühle in Nu Metal fand. Nach Chester Benningtons Tod 2017 wurde der Song zum Requiem – schmerzhaft, weil man wusste, dass diese Wunden real waren.
1. OutKast – „Hey Ya!“ (2003)
Wir kommen zurück zu „Hey Ya!“ – aber nicht als Wiederholung, sondern als finale Erkenntnis. Dieser Song ist der Platz-1-Hit der 2000er, weil er alles verkörpert, was das Jahrzehnt ausmachte: die Auflösung von Genregrenzen, die Koexistenz von Tiefe und Oberfläche, die Freiheit, alles gleichzeitig zu sein.
André 3000 hat erzählt, dass er den Song fast nicht veröffentlicht hätte, weil er zu anders klang. Kein typischer OutKast-Sound, kein typischer HipHop, kein typischer irgendwas. Und genau das macht „Hey Ya!“ zum perfekten Song für ein Jahrzehnt, das sich weigerte, in Schubladen zu passen.
Der Text handelt davon, dass Beziehungen scheitern, dass Liebe nicht genug ist, dass wir alle nur so tun, als wäre alles in Ordnung – „Y’all don’t wanna hear me, you just wanna dance.“ Und die Welt tanzte. Sie tanzte, während André ihnen ins Gesicht sagte, dass sie nicht zuhören. Das ist Kunst auf einem Level, das nur die wenigsten Songs erreichen: gleichzeitig das euphorischste und das traurigste Lied im Raum sein.
„Hey Ya!“ ist der Sound der 2000er. Bunt, widersprüchlich, genial und unmöglich zu vergessen. Platz 1. Shake it.
100 Songs. Ein Jahrzehnt. Von „Get Busy“ bis „Hey Ya!“, von Nu Metal bis Deutschpop, von R&B-Balladen bis Indie-Hymnen – die 2000er waren wilder, vielfältiger und kreativer, als ihnen oft zugestanden wird.
Du findest, „Toxic“ hätte auf Platz 1 gehört? „In Da Club“ ist zu niedrig? Dein Lieblingssong fehlt komplett? Dann schreib uns – wir diskutieren gerne.
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Zuletzt aktualisiert: 25. März 2026