TUNNEL: Unser neues Spiel macht die Musik sichtbar
TUNNEL ist unser neues Signature-Spiel: eine endlose Reise durch einen Tunnel, der in Echtzeit auf den laufenden Stream reagiert. Ohne Ziel, ohne Game Over, direkt im Browser.
In unserer Spielhalle stand bisher elfmal dasselbe Versprechen: ein Klassiker von damals, neu gebaut fürs Browserfenster. Snake, KLOTZ, MAMPF, KLUNKER und die anderen haben eines gemeinsam - sie funktionieren auch ohne Musik. Das Radio lief nebenher, und mehr als einen kleinen Bonus beim Songwechsel hat es nicht bewirkt.
Bei TUNNEL ist das anders. Hier ist der Stream nicht Begleitung, sondern Spielmaterial.
Der Tunnel besteht aus dem, was gerade läuft
TUNNEL analysiert den laufenden Stream fortlaufend und zerlegt ihn in 64 Frequenzbänder. Diese 64 Werte sind die Tunnelwand. Kein Effekt, der zur Musik passen soll, sondern die Musik selbst, in Form gebracht: Der Bass treibt den Puls und das Tempo, die Mitten formen die Struktur der Wand, die Höhen streuen Funken.
Wenn ein Song ruhig wird, atmet der Tunnel. Wenn der Drop kommt, bricht das ganze Bild auf. Und weil bei uns nun einmal keine Playlist wie die andere ist, sieht TUNNEL nie zweimal gleich aus.
Unten rechts steht LIVE samt erkanntem Tempo, sobald der Stream läuft. Ohne Radio gibt es keinen künstlichen Ersatzrhythmus mehr. TUNNEL startet erst, wenn der echte Stream eingeschaltet ist und im Browser analysiert werden kann. Der Stream ist schließlich nicht bloß Begleitung, sondern das Material, aus dem das Spiel entsteht.
Kein Ziel, kein Game Over, kein Highscore
TUNNEL ist bewusst kein Spiel, das man gewinnt. Es gibt keine Gegner, nichts kann kaputtgehen, und du kannst nicht verlieren. Der weiße Bogen im Bild bist du. Mit den Pfeiltasten oder per Ziehen schiebst du ihn an der Tunnelwand entlang unter die herantreibenden Fundstücke. Liegt eines im Bogen, leuchtet es weiß auf und zerplatzt beim Einsammeln in Splitter und eine Druckwelle.
Vier Dinge treiben dir entgegen. Das schlichte Licht ist die Grundwährung. Der Ring bringt gut das Doppelte. Die Note klingt beim Auflösen. Und selten kommt eine Kassette vorbei, die deine Energieleiste mit einem Schlag ein großes Stück auffüllt. Triffst du etwas genau auf dem Beat, zählt es doppelt - das fühlt sich weniger nach Zielen an als nach Mitwippen.
Ist die Leiste voll, bricht der Tunnel auf und du fällst in den Hyperraum. Die Belohnung ist nie eine Zahl, sondern immer ein neuer Anblick: Danach landest du in einem anderen Biom. Acht davon gibt es, vom Drahtgitter über den Plasma-Nebel bis zum Kachel-Schoner, der jeden an alte Bildschirmschoner erinnern dürfte. Sie schalten sich nach und nach frei, je weiter du gereist bist.
Das Senderrad und die Piratensender
Lenken heißt bei TUNNEL gleichzeitig, am Senderrad zu drehen. Oben links wandert die Frequenzskala mit, und zwischen den Sendern liegen schmale Rauschbänder. Wer dort verweilt und die Frequenz ruhig hält, rastet nach kurzer Zeit einen versteckten Piratensender ein: eine kurze Episode mit eigener Optik, die nach dreißig Sekunden wieder endet.
Und natürlich bleibt der Radio-Boost, den du aus der Spielhalle kennst - hier in seiner schönsten Form. Bei jedem Songwechsel springt deine Energie nach oben, und der neue Titel fliegt als Leuchtschrift an der Tunnelwand vorbei. Nur zwischen zwei Songs wechselt auch das Biom, nie mitten im Stück.
Weggehen ist ausdrücklich erlaubt
TUNNEL soll dich nicht festhalten. Wenn du zwanzig Sekunden nichts drückst, übernimmt der Autopilot, und aus dem Spiel wird eine Visualisierung, die einfach weiterläuft. Deine Strecke und die bereits gesammelte Energie bleiben im Browser gespeichert. Du kannst also jederzeit aufhören und später an derselben Stelle weitermachen.
Im Hintergrund merkt sich TUNNEL außerdem, zu welchem Song du ein Biom zum ersten Mal gesehen hast. So entsteht mit der Zeit eine kleine private Chronik deiner Reisen. Wie alles bei uns bleibt sie ausschließlich in deinem Browser - es wird nichts übertragen, nichts ausgewertet, nichts geteilt.
Für die Augen mitgedacht
Ein Spiel, das pulsiert und ständig in Bewegung ist, kann schnell anstrengend werden. Deshalb ist der Ruhig-Modus eingebaut: Er nimmt Tempo, Helligkeit und Farben zurück. Wer im Betriebssystem “Bewegung reduzieren” eingestellt hat, startet automatisch darin. Auf vollflächige Lichtblitze verzichtet TUNNEL vollständig.
Ein Tipp trotzdem: Probier den Vollbild-Modus über den Knopf oben oder die Taste F. TUNNEL lebt von Fläche.
Jetzt ausprobieren
TUNNEL läuft ohne Anmeldung und ohne Installation direkt im Browser, am Rechner wie am Handy. Schalte zuerst auf der Spielseite das Radio ein, dann kann die Reise beginnen.
TUNNEL jetzt spielen oder erst einmal in der Spielhalle stöbern.