Was wurde eigentlich aus Atomic Kitten?
Atomic Kitten: Was wurde aus Natasha, Liz & Jenny? Vom Mega-Hit „Whole Again bis heute – wir haben nachgeforscht!
Sie waren DIE Pop-Sensation der frühen 2000er und liefen auf jeder Party, in jedem Club und aus jedem Autoradio: Atomic Kitten. Mit Hits wie „Whole Again“, „Eternal Flame“ und „The Tide Is High“ eroberten die drei Britinnen die Charts weltweit. Doch irgendwann wurde es still um die Band aus Liverpool. Für NEUNZIG NULL NULL schauen wir zurück – und vor allem: Was machen Natasha Hamilton, Liz McClarnon und Jenny Frost eigentlich heute?
Was wurde eigentlich aus den Atomic Kitten?
Atomic Kitten wurden 1998 in Liverpool gegründet und bestanden ursprünglich aus Liz McClarnon, Natasha Hamilton und Kerry Katona. Die Band wurde schnell zum Aushängeschild des britischen Pop – catchy Melodien, eingängige Choreografien und jede Menge Girl-Power. Schon ihre ersten Singles schlugen ein, doch der ganz große Durchbruch kam 2001 mit „Whole Again“, das in zahlreichen Ländern auf Platz 1 der Charts landete und sich wochenlang dort hielt.
Kurz vor dem großen Erfolg verließ Kerry Katona die Band, um sich auf ihre Familie zu konzentrieren. Ihr Ersatz wurde Jenny Frost, die nahtlos in die Gruppe passte und mit der die Kitten ihre erfolgreichste Phase erlebten. Alben wie „Right Now“ und „Feels So Good“ verkauften sich millionenfach, die Mädels tourten um die Welt und waren aus der Poplandschaft nicht mehr wegzudenken. Für eine ganze Generation – die NEUNZIG NULL NULL-Generation – waren sie der Soundtrack zum Erwachsenwerden.
Doch wie so oft im Musikgeschäft folgte auf den Höhenflug die Ernüchterung. Ab 2003 ließen die Verkaufszahlen nach, die mediale Aufmerksamkeit verschob sich, und 2004 trennten sich Atomic Kitten offiziell. Jedes Mitglied ging seinen eigenen Weg – manche erfolgreicher als andere. Kerry Katona wurde in Großbritannien vor allem durch Reality-TV bekannt (und berüchtigt), Liz McClarnon versuchte sich als Solo-Künstlerin, und Natasha Hamilton schlug sich durch verschiedene TV-Formate und Musikprojekte.
Zwischen Comeback-Versuchen und neuen Wegen
Ganz verschwunden sind die Atomic Kitten natürlich nie. Wie viele Bands aus der Ära kamen sie immer wieder für Reunion-Auftritte zusammen – mal mit Jenny Frost, mal mit Kerry Katona, mal in wechselnden Konstellationen. 2012 standen sie bei der Abschlussfeier der Olympischen Spiele in London auf der Bühne, und auch bei diversen 2000er-Revival-Konzerten und Festivals sind sie regelmäßig dabei. Für Fans der ersten Stunde fühlt sich das jedes Mal an wie eine kleine Zeitreise.
Die einzelnen Mitglieder haben sich inzwischen ganz unterschiedlich entwickelt. Kerry Katona ist in Großbritannien mittlerweile eher als TV-Persönlichkeit und Social-Media-Figur bekannt denn als Sängerin – inklusive aller Höhen und Tiefen, die das britische Boulevardleben so mit sich bringt. Natasha Hamilton hat sich als Mutter von fünf Kindern neu erfunden und engagiert sich für verschiedene Charity-Projekte, bleibt der Musik aber treu. Liz McClarnon lebt eher zurückgezogen und genießt es sichtlich, nicht mehr permanent im Rampenlicht zu stehen.
Was bleibt, ist ein musikalisches Erbe, das sich gewaschen hat. Songs wie „Whole Again“ funktionieren auch heute noch auf jeder Party – testet es aus, legt den Track auf, und der ganze Raum singt mit. Atomic Kitten stehen für eine unbeschwerte Zeit, für klebrige Lipgloss-Lippen, Butterfly-Clips und das Gefühl, dass Pop einfach Spaß machen darf. Ob es nochmal ein richtiges, vollwertiges Comeback mit neuem Album gibt? Wer weiß. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt – und „Whole Again“ hat uns ja gelehrt, dass man immer wieder zusammenfinden kann.
Atomic Kitten sind vielleicht nicht mehr die Chartsstürmerinnen von damals, aber vergessen sind sie ganz sicher nicht. Ihre Songs gehören zum festen Inventar jeder guten 2000er-Party, und solange es Nostalgie gibt, werden die drei Britinnen ihren festen Platz in unseren Herzen behalten. Wir bei NEUNZIG NULL NULL sagen: Danke für die Hits – und wer jetzt „Whole Again“ im Ohr hat, ist selbst schuld. Oder besser gesagt: gern geschehen.
Zuletzt aktualisiert: 26. März 2026